ST. PETERSBURG TRAVELDIARY II

Hallo ihr und dobryy den‘,

heute möchte ich euch mehr von meinem Trip nach Sankt Petersburg erzählen, der nun leider auch schon etwas mehr als eine Woche zurückliegt. Am zweiten Tag unseres Trips ist ein Teil unserer Gruppe früh morgens mit dem Bus und der tollen Fremdenführerin vom Vortag an Bord nach Pushkin gefahren. Pushkin liegt etwa 40 Minuten außerhalb Sankt Petersburgs und wird auch Zarendof (Zarskoje Selo) genannt, da sich hier die ehemalige Sommerresidenz der Zarenfamilie Romanow befindet. Wie im ersten Teil des Traveldiaries schon erwähnt, wollte ich seit meiner Kindheit und seit ich den Film ‚Anastasia‘ gesehen habe einmal hier hin und den Palast ansehen, in dem zur Zeit der Zaren prunkvoll gefeiert wurde.

fancy shoecovers #ootd #shoesoftheday

Während der Fahrt zum Katharinenpalast haben wir noch etwas mehr über die Geschichte Sankt Petersburgs sowie Pushkins erfahren und als wir dann endlich in der Kleinstadt ankamen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die goldenen Zwiebeltürme der Kirche der Auferstehung im Katharinenpalast ragten weit in den Himmel und schon bald wurde auch der Rest des Palasts sichtbar. Der Palast war und ist unglaublich eindrucksvoll und wunderschön und als wir in den Innenbereich kamen, wusste man gar nicht, wohin man schauen sollte. So viel Blattgold wie in diesem Gebäude habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Jeder Raum war eine Besonderheit an sich und ich habe gefühlte dreitausend Fotos geschossen. Nur in einem Raum durfte man nicht fotografieren —im rekonstruierten Bernsteinzimmer. Ich hatte schon fast vergessen, dass sich dieses im Katharinenpalast befindet und war somit umso mehr geflasht, als ich dann wirklich darinstand. Ihr merkt schon, ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus, und das muss was heißen, denn ich bin als Deutsche sehr verwöhnt was Schlösser und das alles angeht (besonders, weil ich in Ludwigsburg studiere und Stuttgart gleich um die Ecke ist).

can I live here?

Nachdem wir die geführte Tour durch das Schloss beendet hatten, sind wir noch eine Weile durch den zum Palast gehörenden Park spaziert. ‚Leider‘ hat das Blühende Barock in Ludwigsburg hier deutlich den Punkt gemacht, denn der Katharinenpark sah an diesem grauen Tag dann doch etwas trist und traurig aus. Um den Palast herum und natürlich auch innendrin ging es logischerweise relativ touristisch zu, aber ich war an dem Tag und auch während der ganzen Reise irgendwie gerne Touri, denn ich wollte so viel wie möglich über die Stadt, das Land und seine Geschichte wissen und da kamen mir sämtliche Guides, Stadtpläne und Infostände gerade recht. Außerdem gab es in Pushkin und in Sankt Petersburg generell die besten Souvenirs, die man sich vorstellen kann – von Putin-Tassen bis hin zu Matrjoschkas mit Merkel-Gesicht gab es hier alles, was das Touriherz zum Leuchten bringt. Das ein oder andere Andenken durfte also auch in meinen Koffer.

Nachdem wir wieder in Sankt Petersburg zurückgekehrt waren, mussten wir das Ganze erst einmal wieder kurz verdauen und sind dann nach einer kurzen Pause im Hotel wieder los in die Stadt, wo wir ganz typisch russisch (nicht) erst einmal in einer British Bakery gelandet sind und später in einer spanischen Tapasbar. Immerhin haben wir am Abend dann endlich das russische Restaurant gefunden, dass wir am ersten Tag vergeblich gesucht hatten und in dem wir uns dann die volle Dröhnung russischer Cuisine gegeben haben: Gefüllte Pfannkuchen (Bliny), einmal deftig und einmal süß, eine heiße Schüssel Borsch und etwas seltsamen, aber irgendwie guten, kalten russischen Siruptee. Aber keine Sorge, zwischen dem ganzen Essen sind wir ausgiebig auf Entdeckungstour gegangen und haben uns von Straßenecke zu Straßenecke immer etwas mehr in die Stadt verliebt. Besonders die Auferstehungskirche hat uns so sehr umgehauen, dass wir sie aus allen erdenklichen Winkeln fotografieren und uns irgendwann selbst wegreißen mussten, damit wir auch noch Zeit für all die anderen schönen Gebäude in der Stadt hatten. Irgendwie war sie für mich wie der Big Ben in London oder der Eiffelturm in Paris ein Zeichen der Stadt, das mir gezeigt hat: Lena, du bist gerade wirklich hier, hör auf dich zu kneifen!

Müde vom spanischen Wein und tausenden von Schritten auf der Sighseeingtour ging es früh ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir nach einem etwas chaotischen Frühstück auch schon auschecken, aber davon dann mehr im dritten und letzten Teil!

do svidaniya aus Helsinki,

Lena x

(for English see below)


Hello and dobryy den‘,

today I would like to tell you more about my trip to Saint Petersburg a while ago. On the second day of out weekend trip we went to Pushkin to visit the amazing and breathtaking Catherine’s Palace, the summer residence of the Romanovs. It is simply one of the most magnificent buildings I have ever seen and that really has to mean something, coming from a German living near Stuttgart with its beautiful castle. I had never seen so much gold leaf in my whole live before and I just couldn’t stop taking hundreds of pictures of the palace’s beautiful interior. Only in one room it was strictly forbidden to take photos – the famous Amber Room. Well, it wasn’t the ‚real one‘ of course as the original Amber Room was lost in World War II, but even the reconstruction was as breathtaking as promised. I nearly had forgotten about the fact that it is located in Catherine’s Palace, which is why I was even more taken aback standing in it. The park that belongs to the palace was a bit sad-looking on this grey day as the Russian winter is coming soon, but as a student from Ludwigsburg with its beautiful ‚Blühendes Barock‘ I might of course be a little spoilt when it comes to castles, palaces and their beautiful gardens.

After the guided tour through the palace we went to stroll through the very touristic souvenirs market, which was fun anyways as the souvenirs were quite special – Putin mugs and Merkel matrjoschkas as far as the eye could see (of course we couldn’t resist the mugs, shame on us).

Back in Saint Petersburg we had some typical Russian (not) snacks at a British bakery and tapas at a Spanish place – But don’t worry, inbetween all the other stuff we still found space in our bellies and went to a Russian place to have some Bliny (filled pancakes), Borsch (soup) and cold tea that tasted a bit like syrup and water but was still good. Of course we didn’t forget about the city and explored as much of it as the short weekend allowed us to do. The Church of the Saviour on Spilled Blood was a real challenge though: After taking pictures from every possible angle we literally had to pull ourselves away to still have enough time to see all the other beautiful buildings the city had to offer. Still, this cathedral is one of the most amazing things I have ever seen and I am still dreaming about its wonderful architecture and onion towers. Standing in front of it kind of told me that, yes, I am really in Russia now, wow!

Since we were a bit tired from the wine we had and also from the long day of sightseeing we went to bed early to wake up to a chaotic morning of our last day, but this will have to wait until the next and last part of this traveldiary.

do svidaniya from Helsinki,

Lena x

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7 Kommentare

  1. Wow, ich hätte Sankt Petersburg nicht so wunderschön und verträumt eingeschätzt und doch hat mich gleich das Fernweh gepackt, bei diesem bezaubernden Eindruck!

    Lieben Gruß, lisa von wuestenfuchs

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