London Love // Fashion Week

Hallo ihr Lieben,

da wurde das mit dem regelmäßigen Bloggen wohl doch eher nichts, aber bei mir gab es in letzter Zeit eben nichts, wovon ich großartig hätte erzählen können. Mitten im Bachelorarbeits-Stress und nach ein paar Wochen Praktikum (der zum Großteil aus harter Prokrastination mit Snapchat und Serien besteht) hab ich mir aber eine Auszeit gegönnt und meine allerallerliebste Stadt der Welt besucht – London. Wer mich kennt, weiß, wie stark das Fern-/Heimweh wird, wenn ich mal länger als ein halbes Jahr nicht dort war. Das letzte Mal ist jetzt auch schon ganze anderthalb Jahre her und daher musste diese Woche einfach sein! Zudem war auch noch Fashion Week und ich habe meine Freunde und meine Gastfamilie einfach schon viel zu lange nicht gesehen.

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Meine alte Nachbarschaft: Turnham Green in Chiswick, West London

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Spaziergang durch meine alte Hood

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Neal’s Yard in Covent Garden

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Camden Passage in Angel

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Alina Zamanova für Harper & Blake Launch Event

Mit meiner liebsten Ösi-Connection Nici und Taddea hatte ich die Möglichkeit, ein paar Events der London Fashion Week AW 16 zu besuchen. Da war zum einen die Präsentation und Party der Mode-Illustratorin Alina Zamanova, die für Harper & Blake wunderbare Tücher entworfen hat und diese um ein paar bildschöne Models gewickelt hat. Das Event war im London House Studio in Shoreditch, meiner persönlichen Lieblingsgegend, weshalb ich mich doppelt gefreut habe – außerdem gab es natürlich Jelly Beans und Wein für umme, was die Freude dann noch ein bisschen vergrößert hat.

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Rocky Star Show by Fashion Scout

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Im Fashion Scout Showroom

Am nächsten Tag ging es dann auf ein paar Shows von Fashion Scout, bei denen Nachwuchsdesigner ihre neuen Kollektionen vorstellten. Nachdem wir die erste Show früh morgens verbummelt hatten (Grund: allgemeine Dummheit) ging es später zu House of Mea, wobei mir die Show von Rocky Star gut gefallen hatte, denn hier gab es viele Stickereien, orientalisch angehauchte Looks und wunderbare Muster zu bestaunen. Nach der Show ging es noch für eine Weile in den Fashion Scout Showroom.

Alles in allem war ich von der Fashion Week ein wenig „enttäuscht“, da diese seit letzter Saison nicht mehr im Somerset House, sondern mitten in Soho stattfindet. Fashion Scout war zwar in der wunderschönen Freemason’s Hall in Covent Garden einquartiert, doch auch dort blieb wahre Schaulaufen der Besucher jedoch irgendwie aus – oder wir waren einfach immer zu den falschen Zeiten vor dem doch irgendwie coolen Parkhaus mitten in Soho, das als Hauptlocation genutzt wurde. Anders als vor zwei Jahren habe ich jedoch nicht ganz so viele tolle Streetstyles sehen und fotografieren können, da ständig Autos durch die Location fuhren und so ein Parkhaus auch einfach nicht so viel als Hintergrund hermacht wie das Somerset House… Nichtsdestotrotz war es super cool, dieses Mal wirklich dabei sein zu können und nicht nur wie ein absolutes Fashionvictim in den Straßen nach gut angezogenen Menschen und Promis zu geiern, haha!

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Streetstyle in Soho

Apropos, Nici und ich sind ja bekanntlich super Paparazzi und haben auch dieses Mal wieder zugeschlagen: Auf dem Weg nach Hause von der Fashion Week sind wir zufällig am roten Teppich der What’s On Stage Awards vorbeigekommen und haben da doch tatsächlich die zwar etwas zu stark gebotoxte, aber trotzdem wunderschöne Nicole Kidman abgelichtet. Irgendwie schaffen Nici und ich es fast immer, irgendwen bekanntes zu sichten – was denke ich aber auch nicht allzu schwer ist in London, wo eigentlich täglich irgendwas spannendes passiert.

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Nicole Kidman, die trotz Botox super aussah in DIESEM KLEID! love love love

Absolut durchgedreht bin ich dann, als ich am letzten Tag meiner Reise wie üblich im Tate Modern war. Mein Lieblingsmuseum ist während der Fashion Week normalerweise Schauplatz für die Topshop Unique Show, da diese jedoch dieses Mal im Tate Britain stattfand, dachte ich mir nicht viel, als ich zum Museum fuhr. Dort angekommen stellte ich fest, dass gerade die Christopher Kane Show anfing und ich habe sie doch tatsächlich durch einen Schlitz an der Abtrennwand fast komplett anschauen können, ha! Nach der Show bin ich dann schnell zum Ausgang geflitzt und habe auf bekannte Gesichter gelauert. Und voilà, da spazierten doch glatt Valentina Ferragni, Olivia Palermo und Alexa Chung an mir vorbei! Ich kleines Opfer war natürlich total aus dem Häuschen und bin meiner absoluten Queen Alexa sogar hinterhergerannt, um ein besseres Foto zu bekommen. Naja, die Fotos waren dann doch eher nichts, aber vielleicht entdeckt ihr die drei Fashionistas ja in meinem kurzen Film.

London ist und bleibt einfach meine Lieblingsstadt und ich freue mich schon so sehr auf den nächsten Trip, denn der kommt bestimmt. Allerdings muss ich Acht geben, dass ich nicht immer nur nach London reise, denn schließlich hat die Welt ja noch ein paar andere tolle Plätze zu bieten… Trotzdem ist es einfach immer wieder schön, „nach Hause“ zurückzukommen, denn in London habe ich mein Herz verloren, eine zweite Familie und herzensgute Menschen kennengelernt. Jedes Mal mache ich neue, unvergessliche Erinnerungen und entdecke Orte, an denen ich noch nicht war oder die ich mit neuen Augen sehe. Mal sehen, was die Zukunft bringt und wo ich nach meinem Studium lande…

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Ich habe mir übrigens endlich mal einen YouTube-Kanal angelegt, beziehungsweise etwas hochgeladen. Mir macht es unheimlich Spaß, solche kleinen Filme zu machen und daher könnt ihr euch auch in Zukunft auf mehr davon freuen. Auf meiner Facebook Seite hatte ich ja bereits einen Film über Lapland hochgeladen. Zudem habe ich beschlossen, solche langen Posts eher nicht zu übersetzen, da es einfach ultra viel Arbeit ist… Vielleicht hole ich das nach der Bachelorarbeit einfach nach.

Bis bald und genießt die sonnigen Tage,

Lena x

LAPLAND TRAVELDIARY II

Viel zu lange ist es schon her, dass ich eine Woche im ultimativen Winterwonderland verbracht habe – in Lappland. Mittlerweile ist dort die Sonne (beziehungsweise das Tageslicht generell) verschwunden und wird sich erst wieder Mitte Januar blicken lassen. Daher bin ich froh, den Trip schon vor etwa einem Monat gemacht zu haben, da ich so noch genügend Fotos machen konnte, auf denen man auch tatsächlich etwas erkennen kann Im ersten Teil des Traveldiaries konntet ihr ja schon ein paar Eindrücke bekommen, jedoch wollte ich euch unbedingt noch die Fotos von meinen beiden Lieblingstagen der Reise zeigen.

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Ein paar Busstunden weiter nördlich von Inari haben wir auf dem Weg nach Norwegen in Utsjoki Halt gemacht, wo wir den Ausblick auf einem wunderschönen Eissee genießen konnten und uns die Holzhütten anschauen konnten, die dort stehen. Weiter ging es nach Nuorgam, dem nördlichsten Ort in Finnland und der EU. Dort war es nicht besonders spannend, da es dort außer einer Tanke und eines Supermarkts so gut wie nichts gibt – Daher habe ich von diesem kleinen Örtchen auch keine Bilder, aber es war auf jeden Fall interessant, mal dort gewesen zu sein.

Weiter ging es nach Norwegen, genauer gesagt nach Bugøynes. Das Fischerdorf, das bekannt für seine King Crabs ist, liegt in etwa 500 Kilometer nördlich des Polarkreises und war definitiv eines meiner persönlichen Highlights der Reise. Das Dorf ist sehr süß, typisch skandinavisch und liegt direkt an einer Meeresbucht, in die sich an diesem Tag auch so einige Wale verirrt hatten. Aus dem Bus heraus habe ich drei Wale gesehen und ich war einfach nur hin und weg! Da für mich Reisen ans Meer immer noch total außergewöhnlich sind (ich bin in einer Wandererfamilie aufgewachsen…), war das einfach nur total überwältigend. Als ich die erste Flosse entdeckt habe, haben mich alle anderen ausgelacht und wollten mir nicht glauben, aber nach ein paar Minuten kam schon die nächste und ich kann ganz stolz behaupten, als Erste im Bus einen Wal entdeckt zu haben, haha!

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In dem kleinen norwegischen Dorf leben nur um die 200 Menschen und es hat eine kleine Schule, in der wir vom Schulkoch vor Anbruch der Dunkelheit um 13 Uhr leckere Fischsuppe und Knäckebrot serviert bekamen. Ja, es wurde tatsächlich schon so früh dunkel, und wie oben schon beschrieben, ist in diesen nördlichen Bereichen der Welt bis Januar keine Sonne mehr zu sehen! Durch die Zeitverschiebung war der Sonnenuntergang in Bugøynes noch mal eine Stunde früher, aber auch um 14 Uhr in Lapland schon im Dunkeln zu tappen ist für jemanden, der aus einer der sonnigsten Gegenden Deutschlands kommt (Südpfalz represent), irgendwie ungewöhnlich.

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Blick auf Bugøynes und den arktischen Ozean. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich hier hineingesprungen bin!

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Als alter Schwimmbadmuffel und Verachter jeglicher Tätigkeiten in der Öffentlichkeit, bei denen man weniger anhat, als man anhaben sollte, war ich natürlich noch ein Sauna-Neuling und musste erst einmal kräftig dazu überredet werden, in Norwegen in die Sauna zu gehen. Im letzten Moment hab ich meinen inneren Schweinehund aber dann doch noch überwunden und hab mich mit knapp 30 Menschen in eine dunkelrote Holzhütte am Strand gequetscht und mir ordentlich einen abgeschwitzt. Man sagt, dass eine Sauna mit Meerwasseraufguss in Bugøynes eine der besten sein soll, da die Meeresmineralien einem eine besonders schöne Haut zaubern, also konnte ich ja schließlich nicht nein sagen.

Nach dem Schwitzen kam schon die nächste Überwindung: Die gesamte Schweißmannschaft ist nach der Sauna den Hügel zum Strand heruntergewatschelt und wir sind tatsächlich in den arktischen Ozean gesprungen! Das war so ein unglaublich gutes Gefühl, sag ich euch. Zwar hat man es nicht länger als ein paar Sekunden im eiskalten Wasser ausgehalten, aber das war definitiv eine der coolsten Sachen, die ich jemals gemacht hab. Ich bin ja schon ein kleines bisschen Stolz auf mich… Am Abend waren wir übrigens noch mal in der Sauna, allerdings in unserer Herberge in Inari, und sind zwischen den Gängen abwechselnd in den Schnee und in einen kleinen Eissee gehüpft! Lapland war auf jeden Fall eine Reise, die ich nicht vergessen werde, vor Allem wegen den vielen Schweinehunden, die ich in dieser Woche überwunden habe.

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Das zweite Highlight der Reise nach Lapland war der Besuch einer Rentierfarm in Inari. In Lappland leben unzählige Rentiere, die alle den Samen gehören, den letzten und einzigen „Eingeborenen“ Europas. Das indigene Volk gibt es in Finnland, Norwegen, Schweden und Russland und die Samen haben ihre ganz eigene Sprache und Tracht. Die Familie, die wir an diesem Tag besucht haben, möchte so wenige Touristen wie möglich auf ihrer Farm, weshalb hier alles sehr traditionell gehalten war, was ich super finde, da man sowieso schon immer viel zu viel Zeit in Souvenirsshops und Touristraßen verbringt.

Auf meiner Erasmus Bucketlist stand jedenfalls eine Fahrt im Rentierschlitten ganz weit oben und deshalb musste diese Chance natürlich auch genutzt werden. Ganz gemächlich sind wir also einmal um die Farm getuckert und ich hab es tatsächlich geschafft, ganz Kardhashianlike ein Rentierselfie zu schießen, haha! Rentiere sind unheimlich liebe, ruhige Tiere, die es gar nicht mögen gestreichelt zu werden, die aber umso lieber aus der Hand gefüttert werden wollen. Am Liebsten hätte ich mir eins mit nach Hause genommen…

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Nachdem uns die Besitzerin der Farm so Einiges über Rentiere und die Farm erzählt hatte, durften wir mit der Familie in eine kleine Holzhütte, in der wir Kaffee, Tee und Kekse bekamen und in der die Großmutter der Familie uns traditionelle Lieder vorsang. Das klingt jetzt alles ganz kitschig, aber es war richtig toll, das traditionelle Lapland kennenlernen zu können und zu sehen, wie traditionell manche der Samen heute immer noch leben.

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tourist-me and my new friend Sven

Das war’s jetzt aber mit meiner Nostalgie, ich muss mich jetzt wieder meinem letzten Essay in Finnland widmen. In nicht einmal mehr 4 Tagen geht es schon wieder zurück nach Deutschland und ich bin schon ein wenig traurig, dass dieses spannende Abenteuer und die vier Monate in Helsinki vorbei sind, freue mich aber mindestens genauso auf Zuhause und auf Weihnachten.

Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit!

Lena x


Today I would like to show you some more pictures of my trip to Northern Lapland in November. I hope you can forgive me my laziness, but during the last days in Helsinki I had to work so much on my final essays, which is why writing in German was such a nice change and after this long post I am a bit too tired to translate the whole thing…  So I would just like to tell you about the most important things about this trip!

We went to Bugøynes, a little fishing village with around 200 inhabitants in Norway, around 500km north from the Arctic Circle. There we saw whales, had some homemade fish soup at a little school, went to the sauna and jumped into the Arctic Ocean. This trip definitely was an adventure I will never forget!

Also, we visited a traditional Sami reindeer farm at which we got to ride a reindeer sleigh and learned about the history of the indigenous Sami people. The oldest woman of the family we spent the day with even sang us some traditional songs in a little wooden tipi-like cabin in which we had some hot coffee and tea.

So, after spending enough time blogging, I really need to get back to my final essay that I have to hand in before I leave. I’m finally returning home to Germany in less than 4 days! It’s so crazy how time flies and I’m already a bit sad that my Finnish adventure is over now, but Christmas is around the corner and also is my birthday, so going home is not so bad after all.

Have a wonderful Christmas time!

Lena x

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ST. PETERSBURG TRAVELDIARY III

Nun ist es schon eine ganze Weile her, seit ich in Sankt Petersburg war, und ich schaffe es erst jetzt, den letzten Teil des Traveldiaries hochzuladen – shame on me! Die Dunkelheit und der stürmische Regen in Helsinki haben mich in den letzten Wochen einfach nur müde gemacht, so müde, dass ich tagelang im Bett vergammel und nichts auf die Reihe bekomme. Dazu kommen noch viele Essays und der wohl jedem bekannte Dezemberstress, da man bis Ende des Jahres noch das Wichtigste erledigt haben möchte, in meinem Fall sogar muss. In weniger als drei, fast zwei Wochen geht es für mich wieder zurück nach Deutschland und bis dahin muss noch so einiges geschafft werden. Das alles macht mich müde, ich hab keine Motivation, nicht mal, um Bilder herauszusuchen und Blogposts zu schreiben, obwohl ich mir doch vorgenommen hatte, öfter zu posten. Die finnische Winterdepression hat mich!

Heute war ich mal wieder sehr unproduktiv was die Uni angeht, habe aber den ganzen Tag mit einem Buch verbracht – Ich habe es endlich mal geschafft, The Casual Vacancy von J.K. Rowling anzufangen und bin bisher noch nicht so ganz überzeugt. Hat das von euch schon mal jemand gelesen? Weil mich das auf Dauer auch müde macht, so wie leider alles hier im Moment, hab ich mich aufgerafft und möchte euch endlich endlich endlich die letzten Bilder aus Sankt Petersburg zeigen. Auch wenn es ein ziemlicher Kampf war, aus den fast 600 Bildern die schönsten herauszupicken. Daher bekommt ihr jetzt einfach gleich mal einen riesen Schwall Bilder um die Ohren gehauen!

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Am dritten und letzten Tag in der Stadt haben wir die Eremitage besucht, eines der größten und wichtigsten Kunstmuseen weltweit. Durch unsere große Gruppe (ja, ich war ganz tourimäßig mit einer Erasmusgruppe unterwegs) haben wir uns glücklicherweise das lange Anstehen erspart und konnten ganz locker flockig durch den Hintereingang ins Museum schlendern. Dort haben wir eine Führung mitgemacht, was meiner Meinung nach die beste Wahl war, denn um aus den rund 60.000 Exponaten die bedeutsamsten herauszupicken – man wollte ja nicht den ganzen Tag dort verbringen – reicht mein Kunstwissen dann doch nicht ganz aus. Ich war jedenfalls mehr als begeistert und wäre am Liebsten noch länger geblieben, aber da es unser letzter Tag in Russland war, wollte ich auch gerne noch mehr von Sankt Petersburg sehen. Die Eremitage befindet sich im Gebäude des ehemaligen Winterpalais der Zarenfamilie und steht dem Sommerpalast, über den ihr im letzten Teil mehr erfahren habt, in Sachen Prunk und Schönheit in nichts nach.

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Nachdem wir unseren kulturellen Akkus ordentlich aufgeladen hatten ging es wieder in die Stadt und wir sind auch an diesem Tag sehr viel gelaufen, sodass wir am Abend erschöpft in unsere Kojen auf der Fähre zurück nach Helsinki fallen und im Gegensatz zur wackeligen Horror-Hinfahrt sogar ganz passabel schlafen konnten. Nach 13 Stunden waren wir dann leider auch schon wieder Zuhause – Ich wäre am Liebsten noch ein paar Tage länger geblieben, denn die Stadt war einfach atemberaubend und drei Tage haben bei Weitem nicht ausgereicht, um sie nur annähernd zu entdecken. Leider erlaubt das Schiffsvisum einem nur 72 Stunden in der Stadt, aber vielleicht gibt es ja irgendwann ein nächstes Mal…

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In dieser Kapelle in der Peter und Paul Festung liegen die Romanovs begraben // Where Romanovs are buried (Peter and Paul Fortress)

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Insgesamt war der Trip eine einzigartige Erfahrung für mich. Von Deutschland aus wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, nach Russland zu reisen, aber da Sankt Petersburg so „nah“ bei Helsinki liegt und man durch das Schiffsvisum relativ einfach und günstig ins Land kommt, wollte ich mir diese Chance nicht entgehen lassen und kann ein weiteres Land auf meiner Bucketlist abhaken! Ich habe jedenfalls schöne Erinnerungen von der Reise mitgenommen und auch heute, etwa fünf Wochen danach, kommt mir das alles irgendwie surreal vor. Für jemanden, der noch nie außerhalb von Europa gereist ist, ist Sankt Petersburg, obwohl es im europäischen Teil Russlands liegt und auch eher euopäisch scheint, wohl eine der außergewöhnlichsten Städte, die ich bisher besucht habe. Definitiv eine Reise wert!

Lena x

(for English see below)


It’s already been five weeks since I came back from this amazing trip to Saint Petersburg and I’m still dreaming about it. In case you’re wondering why it took me so long to sort out the pictures (nearly 600!) – Helsinki is a dark, stormy and uncomfortable place at the moment, it is constantly raining and the weather is making me so tired I could sleep 24/7. Also, I have tons of essays to write until I go back to Germany in less than just a bit more than two weeks (eek!) and my motivation is hiding somewhere behind the moon at the moment. I’m not even in the mood for blogging, sorting out pictures and writing, which is pretty sad as I promised myself to do so more often now. Today I’ve been reading all day as I finally got my hands on J.K. Rowlings The Casual Vacancy on a flea market a while ago. I’m still not sure whether I like it or not – Have you guys read it already?

So today I finally made it out of my winter depression coma and started sorting out some pictures from our last day in Saint Petersburg for you guys! The third day in this beautiful city started with an early visit to the Hermitage, one of the world’s most important and biggest art museums. It is located in the former Winter Palace of the royal family and just as pretty as their Summer Palace, about which you could already find out more in this post. We luckily travelled in a big group and with our own guide, which is why we could skip the long queue and casually walk in. I was so happy we had a good guide as my knowledge in arts migt not be the worst, but also not the best, and with around 60.000 pieces it was good to have someone who actually knew what was worth looking at.

After staying in the Hermitage for a while we went outside to see some more of the city before leaving for Helsinki again in the evening. We walked A LOT so we were exhausted enough to finally get some sleep in the ferry cabin. On our way to Russia the 13 hour ride was rather wobbly and horrible, which is why we were quite happy to be able to get a good rest. The next morning we finally arrived on Finnish grounds again, very sad about the end of this amazing trip. Three days were just not enough to see more of the city, but unfortunately the ferry visa doesn’t allow more than 72 hours in the country. Still, this was one of the most exciting and special trips for me so far – I think I would never have come to Russia all the way from Germany, which is why I simply HAD to take the opportunity and go there by ferry from Helsinki. All in all I am so greatful and happy that I went to Russia and I can tick another country from my bucketlist now! Saint Petersburg, even though it’s located in Russia’s European part, was by far the most „exotic“ place I’ve been to until now, as I’ve never been out of Europe.

Lena x

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LAPLAND TRAVELDIARY I

Es gibt Reisen die sind anders. Reisen, die einen nicht loslassen wollen, wenn man wieder in seinem eigenen Bett liegt. Von manchen Reisen nimmt man mehr mit als ein paar geknipste Tourischnappschüsse, kitschige Souvenirs oder einen Sonnenbrand – Sie sind Erlebnisse, Erfahrungen und schlichtweg einzigartig. Wir reisen nicht nur in ein anderes Land, sondern in eine andere Welt. Ich rede hier nicht von der wilden Selbstfindungsphase, in der wir doch irgendwie alle stecken, sondern von Reisen wie der, die ich letzte Woche nach Lappland, sprich in die Arktis unternommen habe.

17 lange Busstunden nördlich von Helsinki, über 300 Kilometer über dem Polarkreis liegt das wunderschöne Inari. Nord Lappland habe ich mir genau so vorgestellt und trotzdem war ich geflasht, als ich das erste Mal in den teilweise fast kniehohen Schnee gestapft bin und die weite Seenlandschaft gesehen habe. Direkt vor unserer Haustür lag der See Inari, der noch nicht komplett zugefroren war und daher ein Spiegel der atemberaubenden Landschaft war.

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Coat: Vaude // Scarf: No Name // Hat: H&M // Jeans: Topshop

Ganz dick eingepackt gingen wir stundenlang wandern, bis es dunkel wurde – um 14 Uhr einen Sonnenuntergang zu sehen ist irgendwie komisch, aber auch beruhigend. Hier ist alles friedlich, es ist mucksmäuschen still, man ist in der absoluten Wildnis. Das nächste Krankenhaus ist mehrere Stunden mit dem Auto entfernt und in der Nacht wird der Himmel richtig dunkel, auch wenn der Sternenhimmel letzte Woche etwas bewölkt war. Keine Stadtlichter, die das Bild stören. Hinter der Wolkendecke waren nachts die Polarlichter zu sehen, ein grüner, tanzender Schleier, der uns alle total umgehauen hat und den wir wohl so bald nicht mehr zu sehen bekommen werden.

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Ich würde euch am Liebsten alle alle alle Fotos zeigen, die ich gemacht habe, aber das würde definitiv um die fünfzig Blogposts brauchen, denn ich konnte einfach nicht mehr aufhören. Besonders, da der Schnee den Fotos diesen kühlen Blauton gibt und ich gar nicht viel daran bearbeiten wollte, da sie mir auch so schon gut gefallen. Es war jedoch nicht leicht, ständig Fotos zu machen, denn erstens war es dann schon recht kalt, zweitens wurde es wie gesagt früh dunkel und richtig hell erst recht nicht. Mehr Bilder von meiner Reise findet ihr auf instagram.

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Rudolph Sven – Santa Claus Village Rovaniemi

Eines der wohl wunderbarsten Erlebnisse dieser Reise war es, endlich echte Rentiere sehen zu können. Im zweiten Teil dieses Traveldiaries zeige ich euch noch ein bisschen mehr von ihnen, denn ich bin sogar in einem Rentierschlitten gefahren. Das stand auf meiner Bucketlist für mein Auslandssemester, genau so wie Polarlichter zu sehen und generell nach Lappland und in die Arktis zu reisen: check!

Ich weiß, dass ich so bald nicht wieder in die Arktis reisen kann, daher habe ich diese Woche in Lappland doppelt genossen und alles aufgesogen, so gut ich konnte. Die Natur, nach der Sauna in den Schnee und den Eissee hüpfen, Rentiere, Schnee, der nicht nach zwei Minuten bräunlich schmilzt, Mashmallows über dem Feuer rösten… Das alles hat mich einfach umgehauen und ich bin so dankbar dafür, dass ich das erleben durfte. Finnland wächst mir von Tag zu Tag mehr ans Herz und ich bin froh, dieses Abenteuer angetreten zu sein.

Leider habe ich hier nur noch genau vier Wochen, bis es wieder zurück nach Hause geht – Ich freue mich aber auch riesig auf meine Familie, Freunde und vor allem Weihnachten.

Im zweiten Lapland Traveldiary wird es um einen kurzen Roadtrip nach Norwegen und zum Arktischen Ozean gehen, also bleibt dran! Auf meiner Facebookseite habe ich für euch noch ein kurzes Travelvideo hochgeladen, damit ihr noch mehr Eindrücke von meiner Reise bekommen könnt (schaut es am Besten in HD an).

Lena x

(for English see below)

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Inari

Some trips are different. Sometimes going on a trip doesn’t only mean going to another country, it also means going to a whole new world (if you have the song stuck in your ear now – me too aaaand you’re welcome). I’m not talking about the self-discovery trip we’re all on, no, what I talk about is travelling. My trip to Northern Lapland and the Arctic last week was one of those journeys I will never forget. Seeing the Northern Lights, reindeer, proper snow that doesn’t melt after two seconds and the stunning nature of the Arctic were on my bucketlist and I can now say: check! I am so happy to be in Finland and I’m falling in love with this beautiful piece of Earth over and over again every day. Being able to travel so much during my Exchange is the best thing that has happened to me in 2015 and I couldn’t be more greatful for all the experiences.

We stayed in Inari, which is located about 300km north of the Arctic Circle. Our accomondation was right next to lake Inari and far far away from civilisation: The next hospital is hours and hours away from here. This week in Lapland included not only late night saunas, jumping into an icy lake and into the snow in our bathing suits but also roasting marshmallos and many more exciting things, but I’m going to tell you more in my next Blogpost about the trip. We even saw Northern Lights, da beautiful green and dancing movement in the night sky that was absolutely breathtaking.

I can’t believe I’m already going back to Germany in four weeks, but I’m also excited to be with my family and friends again. And then there’s this thing called Christmas that I can’t even wait for any longer.

There is a little travelvideo on my facebook page for you – remember to watch in in HD. Also, feel free to follow me on instagram for more travel pictures. Part II of this traveldiary is about a short roadtrip to the Norwegian part of Northern Lapland, so stay tuned!

Lena x

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SUEDE

Kennt ihr das, wenn ihr euch Herz über Kopf in ein Kleidungsstück verliebt und es einfach nicht mehr loslassen könnt? So war es bei mir mit dieser Wildlederjacke mit Fransen, die mich tagelang verfolgt hat und die ich schon immer einmal haben wollte. Jedes Mal, wenn ich sie anhabe, bin ich einfach nur verliebt und ich freue mich schon so sehr auf den Frühling, wenn ich sie wieder mehr ausführen kann. In Helsinki ist es jetzt leider schon zu kalt für das Baby, aber ich male mir im Kopf schon aus, womit ich sie kombinieren kann…

‚Nothing haunts us like the things we didn’t buy‘ passt hier einfach perfekt.

Es wird hier so langsam Winter und meine Outfits bestehen mittlerweile nur noch aus tausend Lagen und dicker Wolle. Außerdem wird es nach und nach dunkler und grauer hier in Finnland, also richtig gute Fotos lassen da auch zu wünschen übrig. Outfitposts wird es sicherlich wieder mehr geben, wenn ich wieder Zuhause in Deutschland bin und auch wieder mehr Klamotten habe – Endlich wieder mehr als zwei paar Jeans und drei paar Schuhe… Wobei ich natürlich zugeben muss, hier auch ordentlich geshoppt zu haben. Allerdings beschränkt sich das hauptsächlich auf Secondhand, weshalb mein Gewissen nicht allzu schlecht ist. Jedenfalls freue ich mich, bald meine neuen Teile mit denen in meinem geliebten Kleiderschrank kombinieren zu können.

Morgen geht es für mich ganz weit in den Norden, nach Lappland, wo ich Rentiere, Schnee und hoffentlich die Polarlichter sehen werde! Habt eine wunderbare Woche,

Lena x

(for English see below)

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Jacket & Turtleneck: Gina Tricot // Jeans: Topshop Moto Jamie // Boots: Vagabond


Do you know that feeling when you see the item of your dreams in a shop and just can’t forget about it? For me it was this beautiful fringed suede leatherjacket. I have always wanted a jacket like this and couldn’t resist! Every time I’m wearing it I’m in love and I can’t wait to wear it more often when it’s a bit warmer outside again. Winter has arrived in Helsinki and I will have to wait until spring, but that’s fine for me. In my head I’m already combining it with all of the stuff I left in my wardrobe back in Germany.

‚Nothing haunts us like the things we didn’t buy‘ is sort of my life motto. Oops.

It’s been pretty dark and cold in Finland recently, which is why there might not be so many outfit posts here in the upcoming weeks. But soon I’ll be back in Germany where my beloved wardrobe is already waiting for me and my new (mostly secondhand) stuff! Can’t wait for them to meet.

Tomorrow I’m off to Lapland to get some even fresher air and see some reindeers, snow and (hopefully!) northern lights! Have a great week guys,

Lena x

HEI PORVOO, NICE TO MEET YOU

Vor zwei Wochen habe ich einen Tagesausflug nach Porvoo gemacht, eine Kleinstadt, die etwa 50 Minuten mit dem Bus von Helsinki entfernt ist. Zwischen den bunten Holzhäusern habe ich mich gefühlt wie in den schwedischen Kinderfilmen, die man an Ostern oder Weihnachten schaut, in denen kleine blonde Kinder mit Zahnlücke herumrennen und sich Erbsen in die Nase schieben – Genau, ich habe mich gefühlt wie in Madita!

Hier gibt es sehr viele kleine niedliche Handarbeitsläden mit vielen kleinen niedlichen Handarbeiten vor der Tür, in die ich mich sofort verliebt habe. Überhaupt fand ich Porvoo unheimlich niedlich und einladend. Die Herbststimmung hat dazu sein Übriges getan und schwupps war ich verliebt. Leider waren die Läden alle geschlossen, aber vielleicht kann man hier ja die perfekten Weihnachtsgeschenke finden?

Die Altstadt von Porvoo ist einfach super süß und man kann sie ganz entspannt an einem Nachmittag erkunden. Zeit für eine Tasse heißen Schoko-Chili-Kaffee und Kuchen war sogar auch noch. Im Winter ist es hier bestimmt umso schöner und ich denke schon darüber nach, dem kunterbunten Städtchen einen zweiten Besuch abzustatten.

Lena x

(for English see below)

Two weeks ago I went to Porvoo, a small town close to Helsinki. Getting there is pretty easy as you just need to take a bus from Helsinki, which takes you there within about 50 minutes. Between all these cute and colourful houses I felt just like in an Astrid Lindgren movie!

Porvoo is super cute and the atmosphere on this sunny autumn day was amazing. I loved all the small shops with handmade stuff and pretty decoration in front of them. The old town is not too big so it can easily be explored within one afternoon. We even had enough time to take a break from walking around and had awesome hot chocolate chili coffee and some delicious cake. Sadly all shops were closed but I think I might find some nice Christmas presents here. I would definitely like to come back in winter as I can already imagine how beautiful Porvoo will look covered in snow and Christmas lights.

Lena x

ST. PETERSBURG TRAVELDIARY II

Hallo ihr und dobryy den‘,

heute möchte ich euch mehr von meinem Trip nach Sankt Petersburg erzählen, der nun leider auch schon etwas mehr als eine Woche zurückliegt. Am zweiten Tag unseres Trips ist ein Teil unserer Gruppe früh morgens mit dem Bus und der tollen Fremdenführerin vom Vortag an Bord nach Pushkin gefahren. Pushkin liegt etwa 40 Minuten außerhalb Sankt Petersburgs und wird auch Zarendof (Zarskoje Selo) genannt, da sich hier die ehemalige Sommerresidenz der Zarenfamilie Romanow befindet. Wie im ersten Teil des Traveldiaries schon erwähnt, wollte ich seit meiner Kindheit und seit ich den Film ‚Anastasia‘ gesehen habe einmal hier hin und den Palast ansehen, in dem zur Zeit der Zaren prunkvoll gefeiert wurde.

fancy shoecovers #ootd #shoesoftheday

Während der Fahrt zum Katharinenpalast haben wir noch etwas mehr über die Geschichte Sankt Petersburgs sowie Pushkins erfahren und als wir dann endlich in der Kleinstadt ankamen, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die goldenen Zwiebeltürme der Kirche der Auferstehung im Katharinenpalast ragten weit in den Himmel und schon bald wurde auch der Rest des Palasts sichtbar. Der Palast war und ist unglaublich eindrucksvoll und wunderschön und als wir in den Innenbereich kamen, wusste man gar nicht, wohin man schauen sollte. So viel Blattgold wie in diesem Gebäude habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Jeder Raum war eine Besonderheit an sich und ich habe gefühlte dreitausend Fotos geschossen. Nur in einem Raum durfte man nicht fotografieren —im rekonstruierten Bernsteinzimmer. Ich hatte schon fast vergessen, dass sich dieses im Katharinenpalast befindet und war somit umso mehr geflasht, als ich dann wirklich darinstand. Ihr merkt schon, ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus, und das muss was heißen, denn ich bin als Deutsche sehr verwöhnt was Schlösser und das alles angeht (besonders, weil ich in Ludwigsburg studiere und Stuttgart gleich um die Ecke ist).

can I live here?

Nachdem wir die geführte Tour durch das Schloss beendet hatten, sind wir noch eine Weile durch den zum Palast gehörenden Park spaziert. ‚Leider‘ hat das Blühende Barock in Ludwigsburg hier deutlich den Punkt gemacht, denn der Katharinenpark sah an diesem grauen Tag dann doch etwas trist und traurig aus. Um den Palast herum und natürlich auch innendrin ging es logischerweise relativ touristisch zu, aber ich war an dem Tag und auch während der ganzen Reise irgendwie gerne Touri, denn ich wollte so viel wie möglich über die Stadt, das Land und seine Geschichte wissen und da kamen mir sämtliche Guides, Stadtpläne und Infostände gerade recht. Außerdem gab es in Pushkin und in Sankt Petersburg generell die besten Souvenirs, die man sich vorstellen kann – von Putin-Tassen bis hin zu Matrjoschkas mit Merkel-Gesicht gab es hier alles, was das Touriherz zum Leuchten bringt. Das ein oder andere Andenken durfte also auch in meinen Koffer.

Nachdem wir wieder in Sankt Petersburg zurückgekehrt waren, mussten wir das Ganze erst einmal wieder kurz verdauen und sind dann nach einer kurzen Pause im Hotel wieder los in die Stadt, wo wir ganz typisch russisch (nicht) erst einmal in einer British Bakery gelandet sind und später in einer spanischen Tapasbar. Immerhin haben wir am Abend dann endlich das russische Restaurant gefunden, dass wir am ersten Tag vergeblich gesucht hatten und in dem wir uns dann die volle Dröhnung russischer Cuisine gegeben haben: Gefüllte Pfannkuchen (Bliny), einmal deftig und einmal süß, eine heiße Schüssel Borsch und etwas seltsamen, aber irgendwie guten, kalten russischen Siruptee. Aber keine Sorge, zwischen dem ganzen Essen sind wir ausgiebig auf Entdeckungstour gegangen und haben uns von Straßenecke zu Straßenecke immer etwas mehr in die Stadt verliebt. Besonders die Auferstehungskirche hat uns so sehr umgehauen, dass wir sie aus allen erdenklichen Winkeln fotografieren und uns irgendwann selbst wegreißen mussten, damit wir auch noch Zeit für all die anderen schönen Gebäude in der Stadt hatten. Irgendwie war sie für mich wie der Big Ben in London oder der Eiffelturm in Paris ein Zeichen der Stadt, das mir gezeigt hat: Lena, du bist gerade wirklich hier, hör auf dich zu kneifen!

Müde vom spanischen Wein und tausenden von Schritten auf der Sighseeingtour ging es früh ins Bett, denn am nächsten Tag mussten wir nach einem etwas chaotischen Frühstück auch schon auschecken, aber davon dann mehr im dritten und letzten Teil!

do svidaniya aus Helsinki,

Lena x

(for English see below)


Hello and dobryy den‘,

today I would like to tell you more about my trip to Saint Petersburg a while ago. On the second day of out weekend trip we went to Pushkin to visit the amazing and breathtaking Catherine’s Palace, the summer residence of the Romanovs. It is simply one of the most magnificent buildings I have ever seen and that really has to mean something, coming from a German living near Stuttgart with its beautiful castle. I had never seen so much gold leaf in my whole live before and I just couldn’t stop taking hundreds of pictures of the palace’s beautiful interior. Only in one room it was strictly forbidden to take photos – the famous Amber Room. Well, it wasn’t the ‚real one‘ of course as the original Amber Room was lost in World War II, but even the reconstruction was as breathtaking as promised. I nearly had forgotten about the fact that it is located in Catherine’s Palace, which is why I was even more taken aback standing in it. The park that belongs to the palace was a bit sad-looking on this grey day as the Russian winter is coming soon, but as a student from Ludwigsburg with its beautiful ‚Blühendes Barock‘ I might of course be a little spoilt when it comes to castles, palaces and their beautiful gardens.

After the guided tour through the palace we went to stroll through the very touristic souvenirs market, which was fun anyways as the souvenirs were quite special – Putin mugs and Merkel matrjoschkas as far as the eye could see (of course we couldn’t resist the mugs, shame on us).

Back in Saint Petersburg we had some typical Russian (not) snacks at a British bakery and tapas at a Spanish place – But don’t worry, inbetween all the other stuff we still found space in our bellies and went to a Russian place to have some Bliny (filled pancakes), Borsch (soup) and cold tea that tasted a bit like syrup and water but was still good. Of course we didn’t forget about the city and explored as much of it as the short weekend allowed us to do. The Church of the Saviour on Spilled Blood was a real challenge though: After taking pictures from every possible angle we literally had to pull ourselves away to still have enough time to see all the other beautiful buildings the city had to offer. Still, this cathedral is one of the most amazing things I have ever seen and I am still dreaming about its wonderful architecture and onion towers. Standing in front of it kind of told me that, yes, I am really in Russia now, wow!

Since we were a bit tired from the wine we had and also from the long day of sightseeing we went to bed early to wake up to a chaotic morning of our last day, but this will have to wait until the next and last part of this traveldiary.

do svidaniya from Helsinki,

Lena x

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YELLOW

Ihr Lieben,

gestern habe ich einen Ausflug in die schöne finnische Kleinstadt Porvoo gemacht, wovon ich euch jedoch ein andermal mehr erzählen möchte. Erst einmal möchte ich euch jedoch dieses süße Kleidchen zeigen, dass ich vor einiger Zeit im Sale gefunden habe und dass ich gestern endlich ausgeführt habe.

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Besonders schön an dem Kleid finde ich den raffinierten Ausschnitt, obwohl es dafür auch schon fast zu kalt ist und ich bei den Temperaturen in Finnland wirklich etwas unter das Kleid ziehen muss, um mir nicht den Allerwertesten abzufrieren. Im Sommer werde ich das Kleid wohl mit Sandalen kombinieren und einer hellen Tasche.

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Obwohl es in Finnland schon recht kalt ist, ließ es sich mit den berühmten Thermostrumpfhosen (ja, sowas gibt es!) doch ganz gut aushalten, wobei ich die eigentlich eher nicht so gerne mag, weil sie so sehr blickdicht sind. Für ein paar Minuten konnte ich meinen dicken Teddymantel trotzdem ausziehen, damit ihr das Kleid nicht nur unter tausend Schichten zu sehen bekommt.

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Ich bin ganz verliebt in Porvoo und seine vielen niedlichen, bunten Holzhäuser und freu mich schon darauf, euch bald mehr über den kurzen Ausflug erzählen zu können. Bis dahin wünsche ich euch erst einmal ein schönes Wochenende – Freut euch auf den nächsten Post, in dem ich euch mehr von meinem Trip nach Sankt Petersburg zeigen möchte!

Lena x

Kleid: Gina Tricot // Mantel & Tasche: Secondhand // Stiefel: Vagabond // Schal: H&M


Hey guys,

yesterday I went to Porvoo, a small but beautiful city near Helsinki and I would like to show you what I was wearing for my daytrip. I love the dress and couldn’t resist wearing it, even if the temperatures are quite cold already in Finland. Therefore I went for my warmest tights and my fake fur coat – Can’t wait for spring and summer though, I think I’ll combine the dress with some sandals and a beige bag…

Soon I’ll show you some pictures of beautiful Porvoo, but first I still have tons of pictures from Saint Petersburg left, which I am going to show you in part II of my travel diary in my next blogpost.

Enjoy your weekend,

Lena x

Dress: Gina Tricot // Coat & Bag: Secondhand // Boots: Vagabond // Scarf: H&M

ST. PETERSBURG TRAVELDIARY I

Hei hei,

vor einer Woche war ich mit meiner lieben Mitbewohnerin und ein paar anderen lieben Leuten für drei Tage in Sankt Petersburg. Am liebsten wäre ich doppelt oder dreifach so lange geblieben, aber mit dem Schiffs-Visum darf man leider nur 72 Stunden im Land bleiben. Ich habe glaube ich noch nie so viele Fotos in nur drei Tagen gemacht, daher möchte ich mein Traveldiary in mehrere Teile aufteilen.

Peter and Paul Fortress

Am ersten Tag kamen wir morgens mit der Fähre aus Helsinki in Sankt Petersburg an und sind dann auch schon direkt in einen Bus gestiegen, in dem wir eine Stadtführung bekommen haben. Der Guide war super, sie hatte als Kind der Stadt einfach die beste Ahnung und war im Gegensatz zu anderen Guides sogar überhaupt nicht anstrengend oder nervig. Wir sind also erst einmal durch die ganze Stadt gekurvt, was ziemlich praktisch war, da es leider geregnet hatte und wir alle sowieso ziemlich erschöpft waren von der schaukeligen Nacht auf der wilden See. Ab und an sind wir ausgestiegen und haben Bilder gemacht, was aber aufgrund des Windes und des Regens fast nicht möglich war – abhalten lässt man sich davon aber dann doch nicht so wirklich. Im Regen sind wir dann eine Weile innerhalb der Peter und Paul Festung herumgelaufen, in der sich auch die Kathedrale befindet, in der die Zarenfamilie Romanow begraben liegt. Leider sind wir am ersten Tag noch nicht hineingangen, das wurde aber später noch nachgeholt. Von den Romanows und ihrer Geschichte war ich schon als Kind verzaubert – Wer kennt noch den Film ‘Anastasia’?

Venedig des Nordens // Venice of the North

Venedig des Nordens // Venice of the North

Nach der Tour ging es ins Hotel, das zum Glück sehr schön und sauber war, und wir haben ausgepackt und die Füße hochgelegt. Ich war so richtig müde, denn die Stadt hat mich schon vom Bus aus extrem umgehauen! Wohin man schaute prächtige Bauten, Zwiebeltürme und unverständliche Schilder. Obwohl Sankt Petersburg ja noch in Europa liegt und generell sehr europäisch ist, war ich einfach nur platt nach den ersten Eindrücken und war mega überwältigt von allem. Als wir an der Auferstehungskirche vorbeigefahren sind, die ich schon immer einmal in echt sehen wollte und nicht nur im Fernsehen, habe ich tatsächlich eine richtige Gänsehaut bekommen und konnte es gar nicht so recht glauben, dass ich jetzt tatsächlich hier sein darf.

Nachmittags sind wir dann raus in die Stadt und haben Sankt Petersburg auf eigene Faust erkundigt. Ich sag euch, diese Stadt ist auf jeden Fall eine Reise wert, egal, was ihr von Russland haltet. Vor der Abreise hatte ich auch erst ein bisschen Bammel, aber die Stadt ist einfach atemberaubend und wunderschön und wenn man sie genießen kann, kann man auch alles drumherum vergessen. Moskau soll ja noch schöner sein und steht auf jeden Fall auf meiner Bucketlist! Neben London ist Sankt Petersburg jedenfalls jetzt meine Lieblingsstadt im Ausland.

Am Abend sind wir nach dem Essen und einem langen Spaziergang todmüde in unsere Betten gefallen und haben schon vom nächsten Tag in Sankt Petersburg geträumt, von dem ich euch im zweiten Traveldiary erzählen möchte.

Lena x

(for English see below)


Hei hei,

last weekend I spent a couple of days in Saint Petersburg with my lovely flatmate and some other nice people. I wish I could have stayed longer than only three days but with the visa we got on the ferry we were only allowed to stay in the city for 72 hours max. I took tons of pictures, which is why I would like to devide this traveldiary into several parts.

The first day was already pretty overwhelming and we got a lot of impressions of the unfortunately quite windy and rainy city from our bus, in which we also had a guided tour. The guide was great and also a local, which is why she knew nearly everything about her city. Being on the bus for a while was good as we all were quite exhausted from the wobbly night at sea. Eyery now and again we got off the bus to take some pictures, even though it was extremely difficult to keep our cameras dry. In the rain we also visited the Peter and Paul fortress and walked past the Cathedral in which the Romanovs are buried. Unfortunately we didn’t go inside, but we did that later that weekend. I have always been enchanted by the history of the Russian Tsars – Remember the movie ‘Anastasia’?

After the guided tour we checked into our hotel and rested for a while. I was so tired and overwhelmed by the city already after the first hours – onion towers, gorgeous buildings and confusing signs in Russian everywhere. I actually got goosebumps when we passed the Church of the Saviour on Spilled Blood and I really could’t believe that I am in Saint Petersburg.

In the afternoon we went outside to explore the city on our own and I can tell you guys, you should really put it on your bucket list! Whatever you think of Russia (I’ve had mixed feelings about going at first, to be honest), Saint Petersburg is beautiful and definitely worth a trip. Moscow is on my list now, too. I’ve finally found a city that is comparable to my all time love, London.

In the evening we went out for dinner and afterwards we fell into our beds, exhausted and dreaming about what this city would have instore for us on the next day, abouth which I would like to tell you in the second part of my Russia traveldiary.

Lena x